Rommerskirchen (NGZ) Das zum "königlichen Schloss" umfunktionierte Frixheimer Schützenhaus geriet an die Grenze seines Fassungsvermögens: Neben den elf Königspaaren des Bezirks Nettesheim feierten auch andere den Königinnentag.

Zum Bezirksköniginnentag kamen am Wochenende alle elf Königinnen aus dem Bezirk Nettesheim im Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften im Frixheimer Schützenhaus zusammen. NGZ-Foto: Hans Jazyk
Über mangelnde Resonanz brauchte sich der Bezirk Nettesheim im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften bei seinem Königinnentag noch nie beklagen: Den Frixheimer St. Sebastianus-Schützen gelang es jetzt allerdings, aus der jüngsten Auflage des Traditions-Events ein Fest der Superlative zu machen: Dass alle elf Königinnen der sechs Rommerskirchener und fünf Dormagener Bruderschaften vertreten waren, mag zwar nicht auf das Konto der Gastgeber um Präsident Matthias Schlömer gehen, doch ansonsten haben diese alles Mögliche zu einem rundum gelungenen Fest beigetragen.
Das Schützenhaus am Kirchweg war zu einem "königlichen Schloss" umfunktioniert worden. Die Verpflegung der "Royals" und ihrer Gäste war standesgemäß. Insgesamt waren 18 Königspaare aus dem Bezirk und von befreundeten Vereinen der Einladung nach Frixheim gefolgt, wo sich auch Bürgermeister Albert Glöckner und Dormagens Vizebürgermeister Erik Lierenfeld von der Qualität der bestens bestückten Kaffeetafel überzeugen konnten.
An der Spitze des Bezirks Nettesheim steht dessen Königspaar Erich Leitner und Veronika Bergmann aus Straberg. Mit Stefan und Sylvia Janz sowie Georg und Martina Gaspers feierten jedoch auch die gekrönten Häupter der Bezirke Grevenbroich und Neuss mit. Durch die Teilnahme von Pfarrer Alexander Wimmershoff konnte Bezirks- und Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck auch den Kölner Diözesankönig willkommen heißen: Der Geistliche aus Mehlem zelebrierte den Festgottesdienst in der Nettesheimer St. Martinus-Kirche, wobei auch Monsignore Franz Josef Freericks sowie der frühere Bezirkspräses Pfarrer Gaudenco Guijarro-Mayor mit von der Partie waren. Zur Kirche hatte die Königinnen samt ihres Gefolges ein stattlicher Festzug geleitet, den der Frixheimer Oberst Ralf Haas befehligte.
Nach einem imposanten Vorbeimarsch an der Kirche ging es zurück nach Frixheim, wo der Festball seinen Lauf nahm. Zunächst verabschiedete Wolfgang Kuck Udo Kazmierski aus dem Bruderrat: Der langjährige Brudermeister der Rommerskirchener Sebastianer hatte sich zu Jahresbeginn aus der Führungsspitze seiner Bruderschaft zurückgezogen. Anschließend gehörte der Abend allein den Königinnen, die nebst ihren "schlechteren Hälften" von Wolfgang Kuck und dem Frixheimer Vizepräsidenten Wilfried Müller mit Urkunden und Ehrengaben ausgezeichnet wurden. Der Ehrentanz der amtierenden wie der ehemaligen Königspaare bildete den offiziellen Schlusspunkt.