Home Presse 2005 Doppeldorf feiert prächtiges Fest

Bruderschaft

Schützenzüge

Doppeldorf feiert prächtiges Fest Drucken E-Mail
Presseberichte - 2005
Geschrieben von: NGZ   
Sonntag, den 11. September 2005 um 01:00 Uhr

Schützenfest
Doppeldorf feiert prächtiges Fest

 

Auch wenn der protokollarische Höhepunkt des Schützenfests mit der Krönung des neuen Königspaars Johannes und Martina Fünger und der Verabschiedung ihrer Vorgänger Heinrich und Kerstin Willkomm erst am Montag Vormittag auf dem Programm steht, ließ schon der bisherige Festverlauf keine Wünsche offen.

Werden heute in ihre Ämter als Königspaar eingeführt: Johannes und Martina Fünger beim Schützenfest in Nettesheim-Butzheim. NGZ-Foto: H. Jazyk

Bestens gefüllt war das an neuer Stelle postierte Festzelt am Samstag Abend: Auch der nächtliche Wolkenbruch konnte der Stimmung keinen Abbruch tun, an der die Roland-Brüggen-Band großen Anteil hatte.

Beim Fackelzug warteten die „Gillbach-Grenadiere“ um Zugführer Hermann Schnitzler mit einer dem Outfit der Truppe gemäßen Pinguin-Fackel auf. Vizepräsident Günter Neukirchen gedachte am Ehrenmal in der Ortsmitte des vor 60 Jahren beendeten Zweiten Weltkriegs. Eine kollektive, auf die Nachkriegsgeneration vererbte Schuld gebe es zwar nicht. Gleichwohl „haben wir hier und jetzt und immer wieder dafür zu sorgen, dass diese Geschehnisse im Gedächtnis der Menschen unseres Volkes bleiben“, stellte Neukirchen fest.

Dieses Erbe gelte es „gegen die Handvoll Unbelehrbarer“ zu verteidigen, die aus der Geschichte nichts gelernt hätten und auch vor der Verdrehung historischer Tatsachen nicht zurück schreckten. „Trotzdem dürfen wir stolz auf unser Vaterland sein und dies auch zeigen“, fuhr der Redner fort, für den „ein gesundes Maß an Patriotismus“ auch in Deutschland wieder möglich sein müsse.

„Freiheit und Bildung in Vertrauen in Gott sind die besten Voraussetzungen für Friede und Demokratie“, sagte der Vizepräsident der St. Sebastianus-Bruderschaft: „Wir alle sind aufgefordert, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Menschen tolerant und vorurteilsfrei begegnen können.“ Dass „das positive Potenzial“ hierfür „in großem Umfang vorhanden“ sei, habe jüngst der Weltjugendtag eindrucksvoll gezeigt.

„Im Kleinen gelingt dies am besten mit einer funktionierenden Dorfgemeinschaft, in der miteinander und nicht nur übereinander geredet wird“, sagte der Redner. „Die Übernahme ehrenamtlicher und sozialer Tätigkeiten in jeglicher Form ist ein wichtiges Zeichen der Verantwortung gegenüber dem Nächsten“, betonte Günter Neukirchen.

Dass dies in Nettesheim-Butzheim funktioniere, „haben unter anderem alle die fleißigen Helfer bewiesen, die sich für die Schaffung des Martinusparks und die Renovierung unseres Ehrenmals so vorbildlich eingesetzt haben“. Das Schützen- und Heimatfest widmete der stellvertretende Brudermeister den Toten und Gefallenen der beiden Weltkriege und den Verstorbenen der Bruderschaft, sowie „all jenen, die wir vermissen, weil sie nicht mehr unter uns sind.“

Das von Oberst Hans-Heinrich Bongart befehligte Schützenregiment trat am Sonntag Morgen erstmals uniformiert in Erscheinung. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martinus folgte die Frontabnahme und eine erste Parade. Der große Festzug durch das Doppeldorf geriet zu einer überaus eindrucksvollen Demonstration der örtlichen Schützenmacht, waren dabei doch nicht weniger als 51 Züge mit insgesamt gut 600 Marschierern auf den Straßen unterwegs. Den Ausklang bildete eine zackige Parade am Ehrenmal.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Oktober 2012 um 10:59 Uhr
 
 

Pressebilder